Psychotische Frühphasen – wann intervenieren?

Andor E. Simon, Philippe Conus, Roland Schneider, Anastasia Theodoridou, Daniel S. Umbricht

  • Zahlreiche Studien der letzten Jahre weisen darauf hin, dass eine frühe Intervention bei psychotischen Ersterkrankungen den weiteren Verlauf günstig beeinflussen kann. Jüngere Studien untersuchen den Verlauf von Patienten, bei welchen ein Psychoserisiko vorliegt.
  • Die differentialdiagnostisch oftmals schwierige Abklärung, ob ein solches Risiko vorliegt, muss durch Fachärzte vorgenommen werden. Hierzu bieten Spezialsprechstunden die geeignetsten Strukturen.
  • Im Jugendalter stellt die Differentialdiagnose einer beginnenden Psychose eine besondere Herausforderung dar. Ebenso ist bei anhaltendem Verlust der sozialen Leistungsfähigkeit ohne vorliegende florid-psychotische Symptome noch ungenügend definiert, ab wann von einem Psychoserisiko bzw. einer Psychose ausgegangen werden muss.
  • Jüngste Studien untersuchen den Einfluss von Behandlungen bei Patienten, bei denen ein hohes Risiko für einen bevorstehenden Übergang in eine Psychose angenommen wurde. Die bisherigen Resultate weisen darauf hin, dass zumindest in den ersten Monaten nach Behandlungsbeginn im Vergleich zu Kontrollgruppen eine symptomatische Verbesserung erreicht werden kann. Eine solche Verbesserung kann einen günstigen Einfluss auf die soziale Integration eines Menschen mit Zeichen einer beginnenden Psychose haben.

Simon et al., Swiss Medical Forum, 2005 [PDF] (http://medicalforum NULL.ch/docs/smf/archiv/de/2005/2005-23/2005-23-028 NULL.pdf)

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